Stäffny in Irland...
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      Kurz-Infos... 12/17/2011
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      Hier kommen mal ein paar kurze Infos aus Dublin....

      Vor knapp 2 Wochen habe ich meinen ersten Gürtel im Laugar-Kickboxing ergattert. Yeaahhh... =)

      Am Donnerstag hatte ich meine erste Prüfung an der UCD, im Fach Beweisführung. Sie lief gut, abgesehen davon, dass ich sehr schnell und deswegen etwas unsauber geschrieben habe ;-) Das Lernen hat sich also gelohnt.
      Die Prüfung fand, nicht wie in Berlin im eigenen Vorlesungssaal mit den Kommilitonen statt. Sondern sämtliche Kurse versammelten sich in einer großen Halle. Die Halle sah aus wie eine Konzerthalle. Im Vorraum findet man auf schwarzen Brettern meterlange Listen von Namen, auf denen man seinen eigenen Namen und seine Sitznummer suchen muss. An der Garderobe muss man alles abgeben, Jacke, Tasche, Handy etc. Und dann darf man sich in die Halle an seinen Platz begeben. Mit etwa 1000-1200 anderen Leuten.
      Kommenden Mittwoch habe ich meine zweite Prüfung - irisches Strafprozessrecht. Und bis dahin muss ich noch etwa 100 Seite reinpauken.

      Für alle die noch nicht wissen, wann ich zurück nach Berlin komme - oder für meine Mama, die es vielleicht wieder vergessen hat :-P - kommenden Donnerstag lande ich wieder in Berlin.

      Und zu guter letzt....in den nächsten Tagen folgen noch Einträge zu dem Ausflug nach Drogheda, dem Konzert mit meiner Gastmutter und dem Ausflug ins Dublinia.

      Schüssing... =)
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      Schnee in Dublin... 12/13/2011
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      Heute viel der erste Schnee in Dublin =)

      Und dass, obwohl es in Irland so gut wie nie schneit!!! Für gewöhnlich haben die Winter hier Temperaturen  um die 2-4 Grad Plus und dazu Regen.

      Aber heute hat es geschneit....und wenn es auch nicht viel war, es hat mich trotzdem in eine winterlich, weihnachtliche Stimmung versetzt =) Wunderbar!
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      Ein kleines Stück Heimat - Teil II... 12/04/2011
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      Letzten Freitag kam mal wieder ein Stückchen Heimat nach Dublin geflogen =)

      Und wer war es diesmal...richtig, die Rebekka. Für alle die nicht wissen, wer Rebekka ist - sie ist eine sehr gute Freundin und Studienkollegin aus Berlin.
      Und weil Rebekka sich gerade im Repetitorium befindet und daher viel Zeit mit dem Lernen für´s Staatsexamen verbringt, war ich umso erfreuter, dass sie ihr Versprechen wirklich wahr gemacht hat und mich in Dublin besuchen kam!

      Rebekka landete Freitag Nachmittag in Dublin. Weil ich noch bis 16Uhr auf die Kids aufpassen musste, konnte ich sie leider nicht vom Flughafen abholen. Aber das sollte kein Problem darstellen, denn es gibt ja den Aircoach-Bus, der auch in Stillorgan Halt macht. Von dort aus wollte ich Rebekka dann abholen. Per Sms hatten wir uns verständig, sodass ich ungefähr wusste, wann sie hier ankommt. Da ich aber, wie immer, ein wenig geschludert habe, bin ich 5min zu spät zur Bushaltestelle losgelaufen. Das war auch der Grund, warum mir irgendwann auf dem Weg zur Bushaltestelle der Aircoach entgegen kam. Ich rief Rebekka an, um ihr zu sagen, dass ich in 5min da bin und sie auf mich warten solle. Doch...Rebekka saß noch im Bus und war an mir vorbeigefahren ;-) Aber auch das war kein Problem, denn die nächste Haltestelle war weniger weit entfernt, als ich dachte. Und so liefen wir uns entgegen und lagen uns nach 3 Monaten und 5min endlich wieder in den Armen ;-)

      An diesem Abend hatten wir keine großen Pläne. Wir gingen nur kurz in den Supermarkt und kauften uns Leckereien, stapften nachhause, aßen selbstgemachte Pizza und plauderten unentwegt. Später kam dann auch der Rest der Familie nachhause und alle vielen erstmal über Rebekka her. Kurz darauf lasen Rebekka und ich den Mädels noch eine Gute-Nacht-Geschichte vor, plauderten ein wenig mit Gerry über die Kleidung der Teenager hier in Irland, um uns anschließend in mein Zimmer zu verziehen und weiter zu plaudern. Als die Sätze immer langgezogener wurden und die Antworten auf Fragen immer verzögerter kamen, wussten wir, wir müssen schlafen.

      Am nächsten Morgen standen wir in aller Ruhe auf und aßen gemütlich mit Gerry und den Kids Frühstück. Gegen Mittag machten wir uns dann mit der ganzen Familie auf in die deutsche Schule der Kids. Dort fand an dem Tag nämlich ein Weihnachtsbazar statt. Es warten so leckere Sachen wie Glühwein, Waffeln, Kuchen, Crèpes und Brezeln auf uns. Und all das, was ich gerade aufgezählt habe, haben wir auch gegessen bzw. getrunken. Es gab auch noch diverse Stände mit Büchern, Schmuck, Weihnachtsdeko und und und...Da schauten wir überall mal vorbei. Susi und ich kauften zusammen etwa 10 Bücher zum Preis von 10-15 Euro. Und nach einem kurzen Schnack mit Gerry, Susi und Gerrys Eltern spazierten wir los Richtung UCD. Rebekka wollte einmal sehen, wo ich studiere. Dort schlenderten wir aber nur kurz über den Campus und machten uns dann mit dem Bus auf ins Citycentre.

      Sightseeing stand auf dem Plan. Wir schauten am Trinity College vorbei, überquerten die O´Connel Bridge, wo wir zufälligerweise Julia Richter trafen, schauten uns den Spire und das General Post Office an und gingen mal kurz ins Pennys, um zu shoppen.

      Und durch das "viele" Laufen, kam auch der Hunger wieder auf ;-) ...also gings ab ins Queen of Tarts auf Suppe und Kuchen. Dort trafen wir dann zufälligerweise auf Marc, der ebenfalls zwei Studienkolleginnen aus Berlin zu Besuch hatte. Also verabredeten wir uns gleich zu einem Treffen im Pub zu späterer Stunde.
      Nachdem Bekki und ich uns die Bäuche voll geschlagen hatten, gabs auf dem Markt erstmal noch einen warmen Apfelschaps, um den Magen zu klären und den Körper zu wärmen.
      Die nächste Haltestelle auf unserem Weg durch die Stadt, war die Christchurch. Wir konnten allerdings nur einen kurzen Blick vom Inneren der Kirche erhaschen. Zu meiner Freude spielte gerade auch die Orgel. Jedoch hat man uns, nachdem wir die Frage, ob wir zur Messe da wären, mit "nein" beantwortet haben, mit einem grimmigen Gesicht gleich wieder aus der Kirche geschmissen.
      Und so ging´s gleich weiter zur Guinness-Brauerei. Als wir ankamen, stellten wir fest, dass sie für diesen Tag bereits geschlossen hatte. Also haben wir sie uns nur von draußen angesehen.
      Zum Abrunden des Abends verzogen wir uns in die Temple Bar Gegend, ließen uns im ersten Pub "Die Temple Bar" die Dunkelbiere Guinness und Murphys und eine riesen Portion Nachos schmecken. Wenig später stießen Marc und seine zwei Mädels dazu und wir zogen zusammen weiter in den Pub "Quays", wo wir uns helles Bier schmecken ließen und zu Livemusik tanzten und in Rebekkas Fall auch lautstark mitsangen =P
      Mit dem letzten Bus in unsere Richtung ging´s dann direkt ins Bette! Denn am nächsten Tag hieß es zeitig aufstehen.
      Um 11Uhr war Treffpunkt am Trinity College mit Marc und den 2 Mädels. Und von da aus machten wir uns per Zug auf nach Howth. Es war wunderbares Wetter für einen solchen Ausflug. Es war zwar kalt, aber windstill und strahlender Sonnenschein.
      In Howth wanderten wir 4h über Stock, Ginsterbusch und Stein, kletterten in "Nieschen" an Felsabhängen und genossen den Ausblick auf das Meer. Die ein und auch die andere rutschte auch mal aus auf den Bergabhängen und musste sich mit der Hand im Ginsterbusch abfangen....(ich habe erst gestern die letzten Ginsterstacheln aus meiner Hand "operiert" - mit Nagelschere, Pinzette und Zähnen).
      Wenn es nach Marc´s Freundin gegangen wäre, dann wären wir noch weitere 2h gewandert. Aber ich hatte Riesenhunger und Rebekka´s Beine taten vom Knöchel bis zum Oberschenkel weh ;-) Also strichen wir nach wie gesagt 4h die Segel und gingen zurück zur Zugstation. Auf dem Weg dorthin stoppten wir allerdings noch auf dem Howth Sunday Market. Ein Markt voller Stände mit tausenden von Leckerein. Ein Stand davon verkaufte zig Sorten fantastisch aussehender Cupcakes. Die sahen so gut aus, das man denken konnte, sie wären unecht und aus Plaste. Aber das waren sie nicht. Es gab sooo viele Varianten....Schokoteig mit Schokosahne und Erdbeer drauf....Limettenteig mit Sahne drauf und und und....Ich war so voller Vorfreude auf die Cupcakes, dass ich für Rebekka, mich und Marc´s Freundin eine Packung mit "Sex Cupcakes" bestellte....Ja richtig...Sex...da hatte ich mich wohl versprochen. Und das gegenüber einem bestimmt 55 Jahre alten Mann. Man war das peinlich... Das Wort war eine Mischung aus dem deutschen Wort Sechs und dem englischen Wort Six. Und weil ich vorher noch mit Rebekka über SECHS Cupcakes gesprochen hatte und dann auf dem Schild am Stand "SIX Cupcakes" las, hab ich die Wörter wohl gemixt. Bekommen haben wir schlussendlich, was wir wollten und im Zug ließen wir uns die Cupcakes dann schmecken. Es war ein Gedicht...


      In Dublin wieder angekommen wollten sowohl Rebekka und ich, als auch die anderen zwei Mädels unbedingt nochmal ins Queen of Tarts. Und so aßen wir dort noch alle zusammen eine Suppe...also jeder eine. Marc und seine Mädels gingen  zum Tanzen in einen Pub und Rebekka und ich trudelten zu mir nachhause und legten uns nach einer Dusche gegen 8Uhr ins Bett. Gerrys letzte Wort an dem Abend waren "Look Susi, Stefanie killed poor Rebekka" (Schau Susi, Stefanie hat die arme Rebekka gekillt.) Auch an diesem Abend plauderten wir noch bis zum Einschlafen.

      Montag Morgen mussten wir noch vor dem Sonnenaufgang aufstehen, weil Rebekka´s Rücklflug relativ zeitig ging. Ich brachte sie zum Bus, wir verabschiedeten uns unter einem Lächeln des Busfahrers und vorbei war ein wundervolles Wochenende.

      Bekki...auch hier nochmal: Vielen vielen Dank, dass du da warst. Es hat mir riesig Spaß gemacht mit dir und ich hab das Wochenende mit dir wirklich genossen! Dicken Kuss nach Berlin. Und merk dir eins:
      "A duck walked up to the lemonade stand...and he said to the man running the stand...hey..bom bom bom...got any grapes....and he waddled away..waddle waddle waddle...´til the very next day...bom bom bom bom bombedom..." (ein Lied, was Rebekka und ich das ganze Wochenende gesungen haben).
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      Wusstet ihr, dass... 11/23/2011
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      ...Pancakes in Irland für gewöhnlich nur an einem Tag im Jahr gegessen werden!? Nämlich an dem letzten Tag vor Beginn der Fastenzeit. Man hat dann nochmal alle Zutaten die schlecht werden konnten (Eier, Milch, Butter, etc.) zu einem Teig verarbeitet und daraus Pancakes gebacken.
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      Glendalough... 11/23/2011
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      Das letzte Wochenende war ein sehr entspanntes Wochenende.

      Am Freitag gingen meinen Gasteltern abends aus und so verbrachte ich den Abend mit den Kids. Es gab, wie typisch für unsere Freitagabende, Pizza und als Nachtisch einen Film, den wir uns zusammen anschauten. Diesmal war es der Zeichentrickfilm "Home on the Range". Die Geschichte ähnelt der in der "Farm der Tiere" von George Orwell. Es wurden dabei Kekse genascht und viel gelacht. Nach dem Film gab´s dann noch für jedes Kind eine Geschichte, vorgelesen aus einem Buch, und dann schliefen sie ein. Und als meine Gasteltern nachhause kamen, ging ich auch schlafen.

      Am Samstag Morgen spielte ich ein wenig mit den Mädels, um mich gegen Mittag dann auf ins CityCentre zu machen. Dort traf ich mich mit Marc und wir lernten ein wenig für unsere bald anstehenden Prüfungen. Danach gab´s im Queen of Tarts eine Suppe, um gestärkt eine Shopping Tour vorzunehmen. Gekauft habe ich allerdings nichts ;-) Zum Abendessen pünktlich bei meiner Gastfamilie zurück, ließ ich mir ein gesundes Essen schmecken. Und als Nachtisch gab´s diesmal eine Runde Uno mit der ganzen Familie. Weil ich allerdings noch einiges für die Uni zu tun hatte, setzte ich mich nach dem Spiel an mein Unizeug und lernte noch bis 23.30Uhr. Und weil ich danach ziemlich ermattet war, heiterte mich der Film "Sterben für Anfänger" wieder auf.

      Auch am Sonntag ging es nach dem Frühstück direkt wieder ans Lernen. Aber diesmal nur bis Mittag. Denn....es stand ein Familienausflug an. Meine Gastfamilie wollte nun endlich mal mit mir nach Glendalough fahren. Und das taten wir an jenem Sonntag.

      Glendalough ist ein Tal in den Wicklow Mountains, etwa eine halbe Stunde von Dublin entfernt. Glendalough ist irisch und heißt übersetzt "Tal der zwei Seen". Und tatsächlich befinden sich auch zwei Seen in diesem Tal.
      Wir fuhren zu dem größeren der beiden Seen. Dort angekommen, machten wir es uns erstmal auf einer Bank gemütlich und picknickten.
      Das Wetter war an diesem Tag ganz gut. In Dublin schien die Sonne. In Glendalough war es bewölkt, was aber für die Stimmung in diesem Tal sehr toll war.
      Der große See war umgeben von Bergen, deren Bäume und Büsche in die Farben der Herbstes getaucht waren. Er selbst war tief dunkel bis schwarz gefärbt, was man bei Seen in Irland oft beoachten kann. Dadurch wirkte er unheimlich tief, strahlte aber auch eine unheimliche Ruhe aus.
      Anfangs befanden sich noch recht viele Menschen an dem See. Doch je näher die Dämmerung rückte, desto mehr Menschen verschwanden.
      Wir umwanderten den See und kletterten über die Stock und Stein, warfen Stöcker in den umliegenden Bach und schauten, welcher Stock von welcher Person am schnellsten die Brücke erreicht.
      Aber als sich die dicken fetten Wolken und die Abenddämmerung hinunter ins Tal schoben, traten auch wir den Rückweg zum Auto an.

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      Entschuldigt die Verspätungen... 11/21/2011
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      ...die Beiträge über dieses und das letzte Wochenende folgen in Kürze!!!
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      Zwar um 2 Wochen verspätet...aber nun endlich Belfast die Zweite... 11/21/2011
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      Wie einige von euch vielleicht wissen, bin ich vor zwei Wochen über´s Wochenende nochmal nach Belfast gefahren.
      Diesmal mit 150 anderen Erasmusstudenten des ESN (Erasmus Social Network) des University Colleges Dublin.

      Gründe für meine zweiten Trip nach Belfast:

      * um etwas mehr von Belfast zu entdecken...denn Uwe, Kev und ich haben, abgesehen von den Murals, der Peace Wall und dem Titanic Quarter, aufgrund des schlechten Wetter und der wenigen Zeit, nicht wirklich viel von Belfast gesehen
      * ich wollte auch endlich mal an einer Studentenfahrt teilnehmen
      * das Angebot klang wirklich verlockend

      Als ich mir die Karte für die Reise nach Belfast kaufte, stand für 79 Euro folgendes auf dem Plan:

      * Hin- und Rückfahrt im Bus
      * 2 Übernachtungen inkl. Frühstück im Hostel
      * Pub-Crawl
      * Black-Taxi-Tour durch Belfast (als Stadtführung)
      * Bootstour um das Titanic Quarter
      * Eintritt in einen Club
      * Giant´s Causeway und Carrick-A-Reede Rope Bridge
      * und diverse Spiele, um die Stadt zu entdecken

      Also dachte ich mir "Karten bunckern und los geht´s!".

      Und so ging´s an einem Freitag um 10 Uhr mit gepacktem Reiserucksack zur Uni und von dort starteten 3 große Reisebusse gefüllt mit Studenten aller Nationen gen Nordirland.
      Nach 3h Fahrt kamen wir in Belfast an und zogen in unser Hostel ein. Und dann kam schon der erste Schock...

      Das Hostel war an sich sauber und nett. Nur leider befanden sich unsere Räume nicht im eigentlichen Hostel. Wir mussten erst den Hinterhof überqueren, über eine selbstgebaute Eisentreppe ein anderes Gebäude überqueren, um in unser Gebäude zu kommen. Darin mussten wir dann nochmal eine Treppe runter und zwei wieder rauf...und da war er...unser Schlafsaal für 30 Leute. Nebenan nochmal ein Zimmer von etwa 10m² mit 4 Doppelstockbetten in sich. Dort schlief dann ich. Es gab keine Heizung, Gitter vor den Fenstern und es roch wie in einem Chemielabor. Als nächstes startete die Suche nach einem "Bad". Dazu mussten wir eine Treppe wieder runter, einen anderen Schlafsaal mit 50 Betten durchqueren...und da war es...unser Bad bestehend aus einer Toilette und einem Waschbecken und eiskaltem Wasser....für ingesamt 80 Leute. Na wenn das nicht à la 5 Sterne ist, dann weiß ich auch nicht ;-)

      Den ersten Schock überwunden, stellte ich fest, dass die Organisatoren für den ersten Tag in Belfast nichts mehr weiter geplant hatten, außer die PubTour am Abend. Also hatten wir Freizeit. Was tun?
      Die Gruppe der ich mich anschloss, wollte zum Titanic Quarter. Das hatte ich zwar schon gesehen, aber das war immer noch besser, als nur einen Kaffee trinken zu gehen, wie es die andere Gruppe vorhatte. Also ging ich mit.

      Auf dem Weg dahin folgte Schock Nummer zwei.....2 Mädels aus unserer Gruppe fingen an sich mitten auf der Straße anzuzicken, zu schreien, weil das eine Mädel wegen dem Hostel  angekotzt war und das andere Mädel deshalb genervt war. Es bildete sich sogar ein richtiger Kreis um die beiden und lauter Fremde schauten zu. Da kam ich mir vor, wie im Kindergarten.

      Darauf folgte dann auch gleich "Schock" Nummer drei....ich traf den Organisator der Reise auf der Straße und der sagte mir, dass die Bootstour, um das Titanic Quarter nicht stattfinden werde. Die hätten sie aus dem Programm genommen. Und so stapften wir zu Fuß zum Titanic Quarter und ich sah nichts anderes, als was ich schon einige Wochen vorher mit Uwe und Kev gesehen hatte...das Titanic Dock und das PumpHouse für dieses TrockenDock.
      Als es dunkel wurde, gingen wir zurück ins Hostel und von dort startete am Abend die Pub Tour. Das war eigentlich ganz cool. 5 unterschiedliche Pubs und 150 Studenten. Ich unterhielt mich nett mit Australiern, Deutschen, schwedischen Leuten, tanzte zur Musik , trank Bier und hatte Spaß.

      Nach 6h, 5 Pubs, 4 Bier und zum Schluss auch noch schlechter Musik, sagte ich Marc, dass ich nun den Heimweg ins Hostel antreten werden. Das fand er nicht so cool. Ich könne doch nicht JETZT schon gehen. Ich solle doch mal mehr trinken, mehr tanzen und das Ganze hier mal mehr genießen...aber nee...hatte ich keinen Bock mehr drauf. Und so trat ich nachts um 2Uhr den 45min Fußmarsch quer durch Belfast an.
      Aber nun ratet, wer vor mir im Hostel war?? =) Richtig...der Marc! Die anderen Mädels hatten dann nämlich auch keinen Bock mehr und wollten ins Hostel. Und so nahmen sie sich alle ein Taxi. Aber nee...ich bin ja die Uncoole, weil ich so zeitig abgehauen bin ;-)

      Im Hostel traf ich dann auf sturzbetrunkene Weiber....heulend, kotzend...und was weiß ich nicht noch. Und auch in den Pubs ging´s irgendwie allen nur um´s Saufen und Kerle/Weiber aufreißen...rummachen und wieder saufen. Aber dazu bin ich einfach schon zu alt, glaube ich ;-)
      Die Nacht war kurz und kalt, aber ich habe fest geschlafen.

      Der nächste Morgen startete mit einem Frühstück und einer Black-Taxi-Tour, auf die ich mich sehr gefreut hatte. Nur leider war auch diese ein Reinfall. Sie dauerte nur 45min und stellte keine wirkliche Stadtführung dar. Wir fuhren nur zu den protestantischen und katholischen Murals (hatte ich ja schon mit Uwe und Kev gesehen) und zur Peacewall (hatte ich auch schon gesehen). Das war´s ...und ich erfuhr nichts, was ich nicht schon wusste =(
      Am Hostel wieder angekommen, wartete ich auf die Stadt-Entdeckungsspiele, die stattfinden sollten. Aber auch die fanden nicht statt. Das störte aber kaum jemanden, weil viele damit beschäftigt waren, vom Abend zuvor auszukoma´n. Und so war auch an diesem Tag das Einzige, was für den Tag noch von den Organisatoren geplant war, die ClubTour am Abend. Yeaaahhh....

      Das hatte ich mir alles irgendwie anders vorgestellt. Mehr Kultur und weniger Saufen und Rummachen. Und weil ich eh nicht so der Club-Gänger bin und für Sonntag nur noch der Giant´s Causeway und die Carrick-A-Reede-Rope-Bridge anstanden (was ich beides schon mit Uwe und Kev gesehen hatte), entschied ich mich am Samstag Abend, nach einem großen und ausgiebigen Spaziergang durch die Stadt, einen ExpressBus nach Dublin zurück zu nehmen. Der kostete mich 15 Euro und das hätte ich mindestens auch im Club und für Bier ausgegeben - also nicht mal ein Minusgeschäft.

      Jetzt musste ich es nur noch Marc verklickern, mit dem ich den ganzen Tag unterwegs war. Gesagt, getan...allerdings durfte ich mir dann eine lange Standpauke anhören...dass ich auch mal etwas durchziehen müsse...dass ich alles hier genießen müsse, weil ich bald heirate und Repetitorium mache und mein Leben dann "vorbei" wäre...warum ich überhaupt mitgekommen bin...dass ich mir das doch hätte denken können, dass es nur um´s Saufen und Rummachen geht...dass ich spießig sei...dass ich mit der Scham leben müsse, ewig DIE zu sein "die eher von der coolen Fahrt nachhause gefahren ist"...dass ich mehr trinken sollte...und und und....

      Aber mir war´s egal...dann bin ich eben uncool...sollen doch alle denken, was sie wollen ;-) Wer mich mag, der mag mich, weil ich so bin wie ich bin und nicht, weil ich besonders viel trinke oder was weiß ich. Und für mich gehören zum Genießen meines Irlandaufenthaltes ganz andere Aspekte...und nicht primär das Feiern und Saufen. Ich genieße durch das Entdecken der Kultur und der Landschaft...durch das Leben in einer irischen Familie....durch die Wärme und Dankbarkeit, die ich in der Familie erfahre...durch das Studieren ohne Druck und Zwang...durch mein Kickboxen...durch das Reisen, das Meer, das andere Essen...die Musik und und und...

      Aber nun habe ich das "wahre" Erasmusstudentenleben auch mal kennengelernt und kann sagen...ICH BIN ZU ALT DAFÜR ;-) Und ich mag das Studentenleben, was ich führe mehr, als das was die Meisten als cool empfinden. Ich bin glücklich und zufrieden mit dem, was ich hier habe und erlebe!

      Und so nahm ich 19Uhr den Bus zurück nach Dublin und lag 3h später in meinem gemütlichen Bett und schlummerte tief und fest. Und den nun freien Sonntag genoss ich auf meine Weise....ein paar Folgen Gilmore Girls, Bummel in der Sonne durch die Stadt, Buch lesen, leckeren Kuchen und Tee im "Queen of Tarts"....
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      Überschwemmungen in Dublin...soviel Regen in 2 Tagen, wie sonst in einem Monat... 10/25/2011
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      Den ganzen Artikel lesen …
      Spiegel Online: Überschwemmungen in Irland Dublin aktiviert Notfallplan gegen Regenflut

      "Heftige Regenfälle haben in der Dublin ein Verkehrschaos ausgelöst: Bahnstrecken und Straßen wurden gesperrt, Fährverbindungen gestrichen. Ein großes Einkaufszentrum in der irischen Hauptstadt stand unter Wasser.

      London - Land unter in Irland: Das nationale Wetteramt meldet, innerhalb von 24 Stunden sei in der Region Dublin mehr Regen gefallen als sonst in einem Monat. Nun plagen Überschwemmungen die Menschen. Die irische Hauptstadt hat wegen Überflutung bereits einen Notfallplan aktiviert. Laut der britischen BBC setzte der heftige Regen Straßen, Häuser und die Dundrum Shopping Mall unter Wasser.

      Der öffentliche Nahverkehr wurde am Montagabend stark behindert, zahlreiche Pendler mussten durch die Fluten nach Hause waten. Einige Flüge mussten umgeleitet werden, mehrere Fährverbindungen wurden gestrichen. Rettungskräfte brachten Einwohner von besonders schwer betroffenen Häusern in Sicherheit. Die Polizei riet Autofahrern wegen der Straßenverhältnisse zu äußerster Vorsicht. Feuerwehr und Küstenwache wurden laut "Irish Times" mit Anrufen besorgter Bürger überschüttet. Die durch Dublin führenden Flüsse Dodder und Camac seien über die Ufer getreten, berichtete die BBC. Ein Mann wurde in den Wicklow Bergen vermisst, nachdem er von einem Fluss mitgerissen worden war."

      hut/dpa/Reuters/AFP


      Die Bilder stammen aus unserer Straße...ich habe sie gestern selbst geschossen. Die Fäden die ihr seht, sind Wasser und alles andere, was auf dem Boden glänzt ist auch Wasser. Auf dem Bürgersteig war es gestern gegen 19Uhr ca. 30cm hoch...ich musste nämlich durchwaten ;-) Da die Straße tiefer liegt, stand das Wasser dort bestimmt 40-45cm hoch.
      Picture
      Picture
      Und das Beste ist....es regnet noch immer in Strömen....

      Hier auch noch zwei Videos aus den irischen Nachrichten...allerdings auf Englisch!

      http://www.rte.ie/news/2011/1025/weather_updates_tuesday.html#video
      http://www.rte.ie/news/2011/1025/weather_updates_tuesday.html#video

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      Ein kleines Stück Heimat... 10/23/2011
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      Tag 1

      Letztes Wochenende war es endlich soweit...Wudsi und Kev kamen für einen Besuch nach Irland =) Und so hatte ich ein kleines Stück Heimat hier in meiner Nähe.

      Um den Freitag bereits frei zu haben und die Jungs vom Flughafen abholen zu können, habe ich in den letzten Wochen schon etwas vorgearbeitet. Donnerstag Abend ging ich dann, nachdem das Tage-Zählen sein Ende nahm, mit Bauchkribbeln ins Bett. Morgens aufgewacht, hüpfte ich in die Badewanne, machte mich hübsch, telefonierte mit Mutti, baute Wudsi's Bett auf und nahm anschließend den Bus zum Flughafen. Nach einer Stunde war ich da, suchte das Terminal und wartete ungeduldigt darauf, dass die Tür sich öffnete und die Jungs hervortraten.
      Neben mir standen andere Leute, die teilweise mit Plakaten und Blumen auf ihre Partner warteten. Alle kamen...nur meine Jungs nicht...noch nicht. Und immer, wenn ich die Menschen neben mir sah, wie sie sich in die Arme fielen, musste ich mich zusammenreißen, damit ich nicht anfange zu plärren.
      Ich hatte mir fest vorgenommen das nicht zu tun. Doch plötzlich ging die Tür auf....Wudsi und Kev traten hervor...und...ja was....die Uschi fing an zu plärren.  ;-)
      Nuja...ist halt so, wenn man VALIEBT ist, wa WUDSIÄÄÄ!!?  =)

      Endlich waren sie da!

      Dublin

      Nächster Anlaufpunkt war dann, abgesehen vom Rauchen, die Abholung unseres Mietwagens.
      Als das erledigt war, machten wir uns auf den eigentlich 30-minütigen Weg in die Stadt. Dummerweise habe ich vorher nicht mehr auf die Karte gesehen und wusste den Weg nur so ungefähr, sodass wir im Endeffekt eine Stunde brauchten. So kamen wir zwar in der Innenstadt an, haben allerdings auf dem Weg zu Kev's Hostel einmal vergessen abzubiegen und sind dann gefühlte 20000km Umweg gefahren. Denn in der Innenstadt darf man, an so gut wie keiner Kreuzung entlang des Flusses Liffey, links oder rechts abbiegen. Wer hat denn den Scheiß bitte erfunden???
      Irgendwann kamen wir dann doch bei Kev's Hostel an und er konnte einchecken. Anschließend ging es erneut durch die Stadt, um einen Parkplatz zu finden und erstmal (lecker) zu essen. Nachdem wir alle gesättigt waren, schlenderten wir ein bischen durch die Temple Bar, vorbei am Trinity College, Molly Malone und verschiedenen Plattenläden. Zu guter letzt noch ein Bier in einem Pub geschlürft und die Jungs waren zufrieden.
      Wir brachten Kev zurück ins Hostel und hätten dann noch ca. 20 Minuten mit dem Auto fahren müssen. Auch daraus wurde leider wieder eine Stunde, weil wir erst wegen Bauarbeiten im Stau standen und dann noch die Ausfahrt von der Schnellstraße verpasst haben. Irgendwann dann endlich zuhause angekommen, tranken wir noch (ganz irisch) einen Tee und schnackten kurz mit Gerry.
      Und dann hatte ich meinen Wudsi endlich für mich allein. Ich konnte die ganze Nacht kaum schlafen, weil ich ihn ständig ansehen und ihn atmen hören wollte.  =)

      Tag 2

      Die Nacht war kurz, denn unser Wecker klingelte schon um 8 Uhr. Ich ging erstmal in die Küche, wo bereits alle 3 Kids neugierig auf Uwe warteten. Sie fragten nach ihm und warteten, dass er endlich aus dem Zimmer kam.
      Zusammen mit Clara kochten wir erstmal einen Kaffee, der ihm hoffentlich geschmeckt hat, hm Uwe?? (Soll ich von Clara fragen). Als Uwe dann aus dem Zimmer kam, waren die Kinder auf einmal ganz still. Maja stand etwa 1m von ihm entfernt und starrte ihn mit offenem Mund an. Aber bereits kurze Zeit später servierte sie ihm Plaste-Eiswaffeln in allen verschiedenen Farben und Formen. Noch kurz gefrühstückt, einen Abstecher zum Supermarkt gemacht und Verpflegung für unterwegs gekauft. Und weiter ging's in die Innenstadt, um Kev vom Hostel abzuholen. Kev nutzte diese Gelegenheit sich in Dublin ein wenig umzusehen.

      Dundrum

      Das nächstes Ziel führte uns dann nach Belfast in Nordirland. Erst über die Autobahn und dann über eine kleine Straße, die entlang der Küste Nordirlands führte. Leider war diese an den Seiten sehr bewachsen, so dass man nur ab und zu das Meer unter der strahlenden Sonner erspähen konnte.
      Zwischenstopp machten wir in Dundrum, um ein altes Castle zu besichtigen, welches sich anfangs nicht wirklich finden ließ. Erst fuhren wir vorbei, weil nirgends ein Schild stand. Wir kehrten wieder um und fuhren erneut vorbei. Auf zwei verschiedenen Karten lag das Schloss jeweils an anderer Stelle. Auf der einen außerhalb des Ortes und auf der anderen mittendrin. Schliesslich fanden wir das Castle dann doch im Ort, auf einer Anhöhe. Kev und ich wanderten hinauf und Uwe versuchte mit dem Auto nachzukommen. Das heißt, er fuhr im 3. Gang an, hat das Auto auf der Kreuzung abgemuckt und fast noch den Spiegel abgefahren. Angeblich musste er sich erst daran gewöhnen, dass links neben ihm noch die Hälfte des ganzen Auto ist. Zumindest war es das einzige und letzte Mal das Uwe an diesen Tagen Auto fuhr.  ;-)


      Belfast - Titanic Quarter

      In Belfast angekommen, war das Wetter dann nicht mehr ganz auf unserer Seite. Es regnete permanent, war grau und windig. Zu allem Übel hatte ich vergessen die Adresse unseres Hostels aufzuschreiben und wusste nur noch in etwa, in welchen Stadtteil wir mussten. Da nirgendwo freies WLAN zu finden war, schrieb ich meinen Gastvater an, der uns zum Glück per SMS die Adresse schickte. Kurz im Hostel eingecheckt, Zimmer angesehen und etwas gegessen. Dann zurück ins Auto und ab zum Titanic Quarter.

      Das Titanic Quarter ist der Bereich im Hafen von Belfast, wo 1912 die Titanic gebaut wurde. Das britische Schiff der Reederei White Star Line war bei Fertigstellung das größte Schiff der Welt. Leider waren wir etwas spät dran. Das Gelände war schon "verschlossen" und so gab es auch keine offizielle Führung mehr. Glücklicherweise kamen kurz nach uns 4 andere Besucher mit ihrem eigenen Touristenführer vorbeigeschneit. Dieser lud uns sogar ein bei ihm zuzuhören, was wir natürlich taten. Er zeigte uns die Kräne, die für den Bau der Titanic zuständig waren und das "Loch" (siehe Foto), in welches das Schiff reingezogen wurde, um es von innen auszustatten. Laut diesem Touristenführer waren nur 3 der 4 Schornsteine der Titanic in Betrieb, der 4. diente nur zur Zierde. Den Abschluss der kleinen Führung besiegelte der nette Herr noch mit dem sarkastischen Spruch: "Als die Titanic Belfast verlassen hat, war sie gut. Aber als sie in die Hände der Briten kam, war das ihr Untergang." und verließ uns dann.
      Weil der Regen uns jegliche Möglichkeit des Besichtigens anderer Sehenswürdigkeiten madig machte, begaben wir uns zurück in Richtung Hostel und suchten dort erfolglos einen Pub in der Nähe. Clever wie wir sind, machten wir aus der Not eine Tugend und kauften im Supermarkt mehrmals (auf Wunsch eines einzelnen Herren) Bier und Chips. Zurück im Hostel haben wir dann bei Musik und guter Laune, das ein oder andere dieser Biere geleert und plauderten bis es nicht mehr (vom Zustand her) ging.

      Tag 3

      Belfast - Murals

      Am nächsten Morgen standen wir wieder zeitig auf, um möglichst viel zu schaffen. Alles begann mit einem englischen Frühstück im Hostel (inklusive), mit Kaffee (dick wie Suppe) und Tee, um unseren nächsten Programmpunkt erfolgreich abhaken zu können - die Murals von Belfast.
      Murals sind Wandgemälde, die in Nordirland und vor allem Belfast oft die politischen und religiösen Spaltungen der Vergangenheit und Gegenwart darstellen. Meist wird nur eine Seite der politischen Sicht gezeigt oder einer an den Troubles (Nordirlandkonflikt) beteiligiten Person bzw. Ereignisses der Geschichte Nordirlands gedacht.
      kurze Geschichte des Konfliktes:
      Der Nordirlandkonflikt dauerte hauptsächlich von 1969 bis 1998. Dabei handelt es sich um einen Identitäts- und Machtkampf zwischen den zwei Bevölkerungsgruppen Nordirlands - den englisch- und schottischstämmigen, unionistischen Protestanten (Loyalisten) und den überwiegend irisch-nationalistischen Katholiken (Republikaner). Nach der Unabhängigkeit der Republik Irland 1920/22 ist Nordirland britische Provinz geblieben. Der Konflikt schlägt sich vor allem auch geografisch nieder, denn der westliche Teil von Belfast ist besiedelt von Katholiken, der nordöstliche von Protestanten.
      Beide Teile werden noch heute durch die Peach-Wall getrennt. Als Peace-Wall (Friedenslinien oder Friedensmauern) werden Barrieren bezeichnet, die 1969 nach dem Ausbruch des Nordirlandkonfliktes, während der schweren Unruhen zwischenden den verfeindeten Gruppen, in Städten wie Belfast und Derry , errichtet wurden. Anfänglich aus Stacheldraht, wurden diese aber nach und nach, durch hohe Betonwände ersetzt, die bis heute bestehen. Durchgänge bilden große Stahltore, die aber nachts verschlossen bleiben.
      Es gab jahrelang gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen den zwei Religionen und der Höhepunkt dieser, war der sogenannte Blutige Sonntag. An jenem 30.01.1972 wurden in der nordirischen Stadt Derry bei einer Demonstration 14 Menschen durch britische Fallschirmjäger erschossen. Mit dem Karfreitagsabkommen (10.04.1998) zwischen den Regierungen der Republik Irlands und Großbritanniens, sowie den Parteien in Nordirland endete der Konflikt vorerst. Bei diesem Abkommen verzichtete die Republik Irland auf die Wiedervereinigung mit Nordirland und die verfeindeten paramilitärischen Truppen (IRA auf der einen und UDA und UVF auf der anderen Seite) erklären ihre Bereitschaft zur Entwaffnung. Großbritannien verringert die Truppenanzahl in Nordirland und willigt in die Wiedervereinigung beider Landesteile ein, sofern sich die Mehrheit der Nordiren dafür ausspricht.
      Dieses Jahr flammte die Gewalt allerdings wieder auf, als am 2. April 2011 in der nordirischen Stadt Omagh bei einem Bombenanschlag ein Polizist starb. Im Juni 2011 gab es in Belfast, die seit Jahren schwersten Ausschreitungen zwischen etwa 700 Personen der beiden Konfessionsgruppen, sowie der Polizei. Mehrere Menschen wurden verletzt. Es wurden Gegenstände wie Steine, Feuerwerkskörper und Molotov-Cocktails geworfen und außerdem fielen drei Pistolenschüsse (einer davon verletzte einen Polizisten).

      Carrick-a-Reede-Rope-Bridge

      Nach unserem persönlichen (kleinen) Eindruck in dieses religiöse Problem, sagten wir Belfast "Auf Wiedersehen" und machten uns auf den Weg Richtung Nordküste von (Nord)Irland.
      Nächster Haltepunkt war die Carrick-a-Reede-Rope-Bridge. Eine Hängebrücke, die die Insel Carrickareede mit dem Festland Nordirlands verbindet. Sie überspannt eine Meerenge von 20m Länge in 30m Höhe. Eine Brücke gibt es hier schon seit rund 350 Jahren. Sie wurde ursprünglich von Fischern errichtet, die von der Insel aus mit einem Netz Lachse fingen, weil der Seegang eine Bootsüberfahrt häufig verhinderte. In den 1970ern war hier noch eine einfache Hängebrücke mit einseitigem Handlauf und weit auseinander liegenden Holztritten in Gebrauch. Obwohl die Brücke häufig starkem Wind ausgesetzt ist und entsprechend schwankt, soll noch nie jemand verunglückt sein.
      Da es aber früher häufiger vorkam, dass Touristen sich von der Insel nicht mehr über die Brücke zurück trauten und dann mit Booten abgeholt werden mussten, wurde eine stabilere Brücke mit beidseitigem Handlauf und seitlichen Netzen gebaut.

      Giant's Causeway

      Und da wir nun schon mal oben an der Nordküste waren, nahmen wir auch gleich noch den Giant's Causeway (ein UNESCO Weltkulturerbe) mit.

      Wikipedia: "...Er besteht aus etwa 40.000 gleichmäßig geformten Basaltsäulen, die ein Alter von etwa 60 Millionen Jahren aufweisen. Etwa die Hälfte der Säulen haben einen sechseckigen Querschnitt, es treten jedoch auch solche mit vier, fünf, sieben oder acht Ecken auf. Die größten der Steinsäulen erreichen eine Höhe von bis zu zwölf Metern, die Gesteinsschicht hat an manchen Stellen eine Stärke von bis zu fünfundzwanzig Metern.
      Wissenschaftlich wird die Entstehung des Basaltdammes als natürliches Abkühlungsphänomen heißer Lava erklärt. Formationen senkrechter Basaltsäulen können bei sehr langsamer und gleichmäßiger Abkühlung von Lava entstehen. Die Säulenstruktur bildet sich dabei aus langsam in das Material hineinlaufenden Spannungsrissen. Diese entstehen durch die Abkühlung und Schrumpfung des Materials und breiten sich senkrecht zur Abkühlungsfläche aus. Der Vulkan, dessen Lava zur Formation des Giant´s Causeway führte, ist mittlerweile durch Erosion abgetragen.
      Einer irischen Legende nach wurde der Damm vom Riesen Fionn mac Cumhaill gebaut Man sagt, dass Fionn eines Tages von seinem schottischen Widersacher Benandonner so stark beleidigt wurde, dass er sich dazu entschloss, diesen Damm zu bauen, um Benandonner in einem Duell zu besiegen. Er riss riesige Felsen aus den Klippen der Küste heraus und stemmte sie in das Meer, um einen sicheren Weg nach Schottland zu bauen. Als er mit dem Bau fertig war, forderte er Benandonner zum Kampf heraus. Um seinen Ruf nicht zu verlieren, blieb diesem nichts anderes übrig, als die Herausforderung anzunehmen, und so machte er sich auf den Weg auf die irische Insel. Fionn, den die Arbeiten an dem Damm ermüdet und erschöpft hatten, suchte derweil nach einem Ausweg, wie er sich vor dem Aufeinandertreffen mit dem schottischen Riesen erholen könnte. Er verkleidete sich daraufhin als Baby und wartete mit seiner Frau auf die Ankunft Benandonners. Als dieser erschien, beteuerte Fionns Frau ihm, dass er gerade nicht da sei. Gleichzeitig lud sie ihn auf einen Tee ein und versprach, Fionn werde bald zurückkommen. Als Benandonner beim Warten das angebliche Baby sah, erblasste er bei der Vorstellung, dass bei der Größe des Kindes der Vater gar gigantische Ausmaße haben müsse. Die Furcht packte ihn und er rannte über den Damm zurück nach Schottland und zerstörte ihn dabei hinter sich..."

      Dublin + Flughafen

      Als am späten Nachmittag die Sonne dann langsam unterging, machten wir uns auf den Heimweg. Die 3-stündige Fahrt verlief ohne große Probleme, obwohl wir sehr müde waren.
      Gegen Abend in Dublin angekommen, gönnten wir uns noch einen schönen Abend in einem traditionellen Pub. Mit leckerem Essen und Bier, serviert mit Livemusik. Anschließend schafften wir Kev ins Hostel, fuhren zu mir nach Haus und fielen nur noch ins Bett.
      Am nächsten Morgen kam Kev zum Frühstück zu uns. Danach haben wir noch ein bisschen entspannt, bevor wir zum Flughafen gefahren sind. Nachdem wir das Auto abgegeben hatten und uns ein Mittagessen geleistet haben, brachte ich die Jungs noch zum Terminal. Dort verabschiedete ich mich von ihnen und sah sie durch den Sicherheitsbereich verschwinden. Weinend nahm ich den Bus "nach Hause". Hätte ich da schon gewusst, dass ihr Flieger aufgrund des schlechten Wetters (Regen und Sturm) 3 Stunden Verspätung hat, wäre ich natürlich länger am Flughafen geblieben.

      Alles in allem war es ein sehr, sehr schönes Wochenende. Danke, dass ihr zwei da ward!!!
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      Und hier noch ein paar Bildchen von mir... 10/03/2011
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